Internationaler Kongress:
"Computerspiele und Gewalt"
MedienforscherInnen aus den USA und Deutschland präsentierten am 20. November 2008
auf dem Kongress "Computerspiele und Gewalt" vier neue Längsschnittstudien, die den
Gewaltkonsum durch Computerspiele als Ursache für Veränderungen der Persönlichkeit
und reale Gewalttätigkeit belegen. Darüber hinaus wurden sowohl unterschiedliche Aspekte
des Konsums gewalthaltiger Computerspiele beleuchtet als auch deren pädagogische und
gesellschaftsrelevante Konsequenzen. Die Veranstaltung wurde von der Hochschule München
in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München organisiert.
Der Kongress fand eine große Resonanz in der öffentlichen Presse. Mit 630 KongressteilnehmerInnen war er bereits Wochen
zuvor ausgebucht. Vertreter des Kultusministeriums, des Staatsinstituts für Schulqualität
und Bildungsforschung sowie zahlreicher Medieninstitutionen aus dem In- und Ausland,
Vertreter der Polizei, des Bayerischen Landeskriminalamtes, des Schweizer Ärzteverbandes,
der Bundesprüfstelle für jugendgefährdete Medien Bonn sowie verschiedener Bayerischer
Lehrer-, Eltern- und Jugendverbände, Schulberatungsstellen und weitere Interessierten
folgten die Vorträge mit großem Interesse.
Zur Beginn der Tagung begrüßte Staatssekretär Dr. Marcel Huber die
KongressteilnehmerInnen und wies auf die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit dem
Thema Computerspiele und Gewalt hin. Das Kultusministerium sagte zu, die
wissenschaftliche Forschung diesbezüglich zu unterstützen. In diesem Rahmen hat das
Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung die Ergebnisse des Kongresses
auf seiner Website zusammenfassend dokumentiert und
insbesondere auch den Lehrkräften in Bayern zugänglich gemacht (siehe unten).
Auch Vizepräsident Prof. Dr. Peter Kammerer, Prof. Dr. Andreas de Bruin der Fakultät
für Angewandte Sozialwissenschaften und Hauptinitiator des Kongresses,
Prof. Dr. Joachim Kahlert (Dekan der Fakultät für Pädagogik und Psychologie der
LMU München) sowie Frau Dr. Maya Kandler der LMU München begrüßten die Gäste und
führten in das Thema ein. Prof. Dr. Helmuth Lukesch von der Universität Regensburg
gab einen grundlegenden Überblick über die Methoden der Wirkungsforschung und übernahm
die Tagungsmoderation. Weitere Referenten waren Prof. Dr. Douglas Gentile der Iowa State
University, Dr. Irmgard Möller, Universität Potsdam; Dr. Werner Hopf, Schulberatung
Obb.-Ost; Dr. Thomas Mößle, Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen,
Dr. Rainer Fromm, Wiesbaden, Prof. Günter L. Huber, Universität Tübingen,
Dr. Rudolf H. Weiß, Stuttgart.
Für eine
Zusammenfassung der Ergebnisse des Kongresses siehe
www.medieninfo.bayern.de,
Website des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung.
Die
Präsentationen sind auf den jeweiligen Seiten der Referent/innen einsehbar und
können dort heruntergeladen werden.
Über den Kongress wurde in der deutschen Presse ausführlich berichtet. Einige
Artikel sind unter der Rubrik
Pressespiegel als Download aufgeführt.
Die Teilnahme am Kongress kann als Fortbildungsangebot für Lehrer/innen anerkannt
werden und ist in der Datenbank "Fortbildungen in bayerischen Schulen" (FIBS) für
bayerische Lehrkräfte aufgenommen.